Tag der offenen Tür am beruflichen Schulzentrum

10.03.2026 | Allgemein

Auch in diesem Jahr öffnete das berufliche Schulzentrum Weinheim seine Türen und präsentierte ein vielfältiges Ausbildungsangebot.

An der Helen-Keller-Schule lockten insbesondere die Fachräume mit praktischen Angeboten zum Mitmachen: Die Besucher*innen konnten Drucke anfertigen, es wurde mit Orff-Instrumenten musiziert und mit Rotkohlsaft experimentiert, umfangreiches Wissen zur Natur und ökologischen Prozessen wurde mit anschaulichem Material vermittelt, im neueingerichteten Lernlabor wurde der ökologische Fußabdruck gemessen, zur Stärkung gab es in den Küchen selbstgemachte Pizza. Die Wahlpflichtfächer präsentierten anschaulich ihre Unterrichtsinhalte und die Übungsfirma zeigte die Praxisnähe der schulischen Ausbildung. Natürlich gewährte die Schule auch Einblick in die Skills-Lab-Räume der Pflege, in denen seit dem letzten Schuljahr Azubis der Pflegeausbildung unter nahezu realen Bedingungen den Einsatz am Pflegebett üben können. Interessierte wurden umfassend zu allen Schularten beraten und staunten über die Vielfalt des Bildungsangebotes: Im AVdual können junge Menschen den Hauptschulabschluss erwerben oder verbessern, in der zweijährigen Berufsfachschule streben sie den mittleren Bildungsabschluss an, im zweijährigen Berufskolleg werden sie auf den Fachhochschulabschluss vorbereitet, im Gymnasium mit den Profilfächern Gesundheit oder pädagogische Psychologie erwerben Schülerinnen und Schüler neben dem allgemeinbildenden Abitur bereits fachspezifisches Wissen, das den Eintritt in ein medizinisches oder pädagogisches Studium erleichtert. Neben den gängigen schulischen Abschlüssen, die in den Vollzeitschularten angeboten werden, bietet die Schule die Ausbildung zur Altenpflegehilfe, die generalistische Pflegeausbildung sowie Weiterbildungen in Gerontologie und zur Leitung einer Funktionseinheit an. Im pädagogischen Bereich werden sozialpädagogische Assistent*innen und Erzieher*innen ausgebildet. Die Präsentation von Schulsozialarbeit und Arbeitskreis Prävention zeigte, dass an der Helen-Keller-Schule individuelle Förderung im Mittelpunkt steht.

An der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) wurde Betriebswirtschaftslehre auf anschauliche und praxisnahe Weise erlebbar gemacht. Die Besucherinnen und Besucher erhielten einen lebendigen Einblick in das Profilfach und wurden zugleich umfassend über die Möglichkeit des Internationalen Profils im Wirtschaftsgymnasium informiert. Modernes, digitales Lernen besitzt an der JPRS einen hohen Stellenwert, sodass die Gäste die erstklassige technische Ausstattung der Schule aus nächster Nähe kennenlernen konnten. Besonders eindrucksvoll war die Präsentation der Übungs- und Juniorenfirma, in der betriebliche Abläufe realitätsnah simuliert werden. Passend dazu stellte auch der Börsenclub seine engagierte Arbeit sowie seine bemerkenswerten Erfolge vor – inzwischen verfügt er über ein Depotvolumen von mehr als 60.000 Euro. Darüber hinaus wurden fundierte Einblicke in die zukunftsweisenden Fächer Privates Vermögensmanagement, Global Studies und Wirtschaftsinformatik gewährt.

Im großzügigen Foyer lud das „Café International“ zum Verweilen ein: Die Fremdsprachen Englisch, Italienisch und Spanisch präsentierten sich in einem ansprechenden Rahmen, begleitet von landestypischen Speisen, die aus fair gehandelten Produkten zubereitet wurden.

Die Hans-Freudenberg-Schule (HFS) begeisterte mit ihrem vielfältigen Angebot. Zahlreiche Gäste drängten sich in den Fluren der gewerblichen Schule, um all die angebotenen Informationsmöglichkeiten zu nutzen, Aktivitäten zu bestaunen und sich anzumelden. Alle Fachbereiche präsentierten hier den interessierten Besucherinnen und Besuchern ihre Highlights, die letztendlich darin unterstützen, die vielen Schulabschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - zu erlangen. Neben der herzlichen Atmosphäre fiel vor allem die zukunftsorientierte Ausstattung der Schule auf: Unter anderem waren 3D-Drucker, VR-Brillen sowie Laser Cutter in der SmartFactory im Einsatz und zeigten eindrucksvoll, wie fortschrittlich hier gearbeitet und gelernt wird.  Ein weiteres Beispiel hierfür ist auch der neue Unterrichts- und Experimentierraum Maker Space, in dem man sich rund um das Thema KI informieren konnte. Auch die modernisierte Metallwerkstatt mit einer kompletten Neueinrichtung der Schülerarbeitsplätze konnte an diesem Vormittag überzeugen. Somit hat in allen Werkstätten die Digitalität mit großen Bildschirmen und Kameras Einzug gehalten. Bei der Sanierung des Werksattgebäudes wurde der sommerliche und winterliche Wärmeschutz berücksichtigt, sodass jetzt zu jeder Jahreszeit optimale Lernbedingungen herrschen. Zudem konnten Gäste ihre eigenen ersten Schweißnähte in der neuen Werkstatt schweißen. Neu war auch, dass aktuelle Schülerinnen und Schüler mit Rat und Tat zur Seite standen und über ihre Zeit an der Hans-Freudenberg-Schule berichteten. Natürlich durften auch informative Gespräche mit dem Kollegium der gewerblichen Schule im geselligen Café der Allgemeinbildung nicht fehlen.

Bild HFS: Die HFS-Lehrkräfte David Kirk und Max Winter sind auch begeistert von der technischen Ausstattung des Maker Space (Bild: Thomas Bergbold)

Bild JPRS: An der JPRS wurde das Fach BWL beworben.  (Bild: Nina Weiher)

Bild HKS: Im Foyer der HKS wurden Interessierte am Infostand von Lehrkräften begrüßt (Bild: Sibel Cakmak)