Besuch aus Schweden zu Gast an der Helen-Keller-Schule in Weinheim

3.06.2026 | Allgemein

Eine besondere Woche erlebte die Helen-Keller-Schule mit dem Besuch von 31 Schülerinnen und Schülern aus Gotland in Schweden. Die Reise wurde durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert und bot den 15- und 16jährigen Jugendlichen die Möglichkeit, den deutschen Schulalltag hautnah kennenzulernen.

Einen Tag lang begleiteten die schwedischen Gäste in Kleingruppen Klassen der dualen Ausbildungsvorbereitung. Dabei erhielten sie vielfältige Einblicke in unterschiedliche Unterrichtsbereiche: Im Schulgarten wurde gemeinsam gearbeitet, in der Schülerfirma stand ein Einkauf auf dem Programm, während in anderen Gruppen Gesellschaftsspiele gespielt oder Unterricht in Gemeinschaftskunde und Chemie besucht wurde. Besonders praktisch ging es in der Nahrungszubereitung zu: Die Küchengruppe bereitete für alle Beteiligten einen kleinen Snack zu – ein gelungenes Beispiel für gelebte Zusammenarbeit.

Ein weiterer Schultag stand ganz im Zeichen des Projekts „Calling for Peace“ der Bürgerstiftung Weinheim. Ziel dieses Kunstprojekts ist es, junge Menschen dazu anzuregen, sich kreativ mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen. Zunächst tauschten sich die schwedischen Schülerinnen und Schüler in drei Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik intensiv über ihre Gedanken und Perspektiven zum Thema Frieden aus. Im Anschluss wurden diese Ideen künstlerisch umgesetzt: In Kleingruppen entstanden vielfältige Werke. Besonders beeindruckend war dabei der offene und herzliche Austausch zwischen den Jugendlichen beider Länder. Auf dem Schulhof wurden mit Kreide bunte Friedensbilder gestaltet, große Leinwände gemeinschaftlich bemalt und Worte sowie Gedanken für eine Friedensskulptur gesammelt. Aus diesen Beiträgen könnten ausgewählte Begriffe in die Friedensskulptur einfließen, die von der Heidelberger Künstlerin Stefanie Welk umgesetzt wird. An dem Projekt beteiligen sich zahlreiche Weinheimer Schulen. Die entstandenen Werke werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Bürgerstiftung im Dezember der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben dem Schulprogramm erkundeten die Gäste auch die Region: Besuche in Ladenburg und Heidelberg standen ebenso auf dem Programm wie eine Stadtrundfahrt in Frankfurt. Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck traten die Schülerinnen und Schüler schließlich die Rückreise auf ihre Heimatinsel Gotland an.

Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd internationale Begegnungen sein können – für die persönliche Entwicklung ebenso wie für das gegenseitige Verständnis über Ländergrenzen hinweg. Lehrkraft Christine Weber, die die internationalen Begegnungen im Rahmen von Erasmus+ an der Helen-Keller-Schule koordiniert, plant bereits den nächsten Austausch: Bald bekommt die Abteilung Pflege Besuch aus Singapur.