Stressmanagement and Recognition: Key Strategies for Teachers – Erasmus+ Fortbildung April 2024 in Florenz

19.04.2024

Bericht von Annette Müller

Eine Flugreise vom Flughafen Frankfurt bis an den Americo Vespucci Aeroporto in Florenz stößt 280kg CO2 aus, eine Busreise vom Mannheimer Omnibusbahnhof an den Villa Constanza Busbahnho in Florenz nur 40kg. Mit dieser Rechnung im Hinterkopf stieg ich in den Reisebus nach Florenz, Ort meiner Europass-Fortbildung zum Thema Stressmanagement – mein reines ökologisches Gewissen bezüglich der umweltfreundlichen Anreise sollte dabei einen ersten Schritt in Richtung Entspannung darstellen. 

Dort angekommen stellte ich fest, dass die anderen zwölf Teilnehmer:innen nicht alle die Möglichkeiten einer „grünen“ Anreise hatten in Anspruch nehmen können. Ihre Anreise war deutlich weiter gewesen: Außer Deutschen hatten sich Kolleg:innen aus Spanien, Kroatien, Estland, Norwegen, Bulgarien und Malta an der Fortbildung „Stress Management und Recognition: Key Strategies for Teachers“ angemeldet. Mit Alessia, unserer aus Mexiko stammenden Kursleiterin, beschäftigten wir uns mit dem Ansatz positiver Psychologie und Themen wie Resilienz, Konfliktprävention sowie aktivem Zuhören, die jeweils mit praktischen Übungen direkt umgesetzt werden konnten. Deren ausgleichende Wirkung wurde zudem ergänzt durch die sonnigen Espresso-Pausen auf dem Balkon des Europass-Palazzos sowie dem gemeinsamen Austausch über verschiedene Schulsysteme und -arten innerhalb Europas.  

Gelungen abgerundet wurde der Europass-Kurs samstagsmorgens mit einer Weinprobe in der Chianti-Region, wo alle Kursteilnehmer:innen die Schönheit und Ruhe der toskanischen Natur erfahren konnten. 

Auch außerhalb der Europass-Einrichtung bot Florenz Möglichkeiten zur persönlichen Fortbildung. Als besonders beeindruckend empfand ich die „Cappelle Medicee“, gebaut von keinem geringeren als Michelangelo selbst. Als Grabstätte der Medici-Familie geplant, strahlt das Gebäude Erhabenheit aus, welche sich auf seine Besucher und Besucherinnen direkt überträgt.   

Als ich schließlich nach sechs lehrreichen Tagen die fünfzehnstündige Heimreise im CO2-freundlichen Nachtbus antrat, konnte mich auch die Tatsache, dass der Bus überbucht war, nicht mehr stressen.