Woche 2 auf Gotland (2025)

14.05.2025

Auch in dieser Woche durften wir wieder viele neue Eindrücke und Erfahrungen während unseres Erasmus-Aufenthalts auf Gotland sammeln.

Am Montag wurden die Klassen getauscht: Vivien war alleine in der Klasse von Anders, während Amelie und Elias bei Lotte hospitierten. So bekamen wir die Möglichkeit, neue Lehrerpersönlichkeiten und andere Schüler*innen kennenzulernen – eine spannende Abwechslung und eine tolle Gelegenheit, den schwedischen Schulalltag aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.

Dienstag bekamen wir Besuch von Frau Weiner, die extra aus Deutschland angereist war. Wir hatten die schöne Aufgabe, ihr unsere Schule auf Gotland zu zeigen und sie durch den Schulalltag zu begleiten. Am Abend luden wir sie gemeinsam mit unserer Erasmus-Koordinatorin Reneé zum Essen und Spielen ein – ein gelungener, geselliger Abend.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen einer schwedischen Tradition: dem sogenannten „Fagning“. Dabei handelt es sich um einen symbolischen Frühjahrsputz rund um die Schule – alle packen gemeinsam an, um die Natur auf Vordermann zu bringen. Abends erlebten wir dann ein weiteres Highlight: die traditionellen Majbrasar (Maifeuer), mit denen in Schweden der Frühling begrüßt wird – ein eindrucksvolles Erlebnis bei Sonnenuntergang und Lagerfeuerstimmung.

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg zum berühmten Pippi-Langstrumpf-Haus in Kneippbyn. Leider war dieses wegen der Vorsaison noch geschlossen. Dennoch genossen wir den rund 1,5-stündigen Rückweg nach Visby – die Wanderung durch die Natur war wunderschön und zeigte uns Gotland noch einmal von seiner idyllischsten Seite.

Der Freitag verlief wieder ganz normal in der Schule – inzwischen fühlt sich der Schulalltag hier schon richtig vertraut an.

Am Samstag durften wir ein Auto ausleihen. Zunächst ging es nach Visby, wo bei strahlendem Wetter endlich echtes Frühlingsgefühl aufkam – die Stadt war lebendig, die Geschäfte hatten geöffnet und man spürte, dass der Mai begonnen hatte. Danach fuhren wir weiter auf die nördlich gelegene Insel Fårö, um die beeindruckenden Kalksteinformationen zu bewundern. Auch hier merkten wir, dass wir noch außerhalb der Touristensaison unterwegs sind – viele Restaurants und Cafés schließen bereits am Nachmittag.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter dann zum ersten Mal von seiner regnerischen Seite. Wir nutzten den Tag für eine gemütliche Fika (typisch schwedisch: Kaffee und Kuchen) und ließen die Woche bei einer Runde Wizard entspannt ausklingen.